Kompetenz rund um Trockeneis

 
 

Auszug einer Abhandlung der TU-Berlin, Herr Elbing  Teil 1

Am Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der Technischen Universität Berlin wird das thermomechanisch mit Druckluft arbeitende Verfahren Trockeneisstrahlen untersucht und optimiert. Als Strahlmittel werden feste Trockeneispellets verwendet, die beim Auftreffen auf die Oberfläche sublimieren. Die Grundlage für die Herstellung dieser Pellets bildet flüssiges Kohlendioxid, das ein Beiprodukt der Ammoniakherstellung, der Öl-Gas-Raffinerie und der Ethanolproduktion sowie ein Naturprodukt vulkanischen Ursprungs ist. Beim Entspannen des Kohlendioxids auf einen Druck von 1 bar bei einer Temperatur von -80°C entsteht Trockeneisschnee. In einem Pelletizer wird der Schnee mit Hilfe eines hydraulisch angetriebenen Stempels durch eine Matrize gepreßt. Das Produkt sind je nach Matrize zylindrische Trockeneispellets mit einem Durchmesser zwischen 1 mm und 6 mm sowie einer Länge von 5 bis 15 mm. Das Trockeneisstrahlen arbeitet mit einem nichtmetallischen, organischen Einwegstrahlmittel. Beim Auftreffen der Pellets, die eine Temperatur von -78,5 °C besitzen, wird die Oberfläche punktuell unterkühlt. Es kommt zu einem Verlust der Elastizität und somit zu einer Versprödung sowie zum Schrumpfen der Beschichtung unter Ausbildung von Rissen. Nach Überschreiten der Adhäsionsenergie löst sich der Verbund zum Grundmaterial.

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